Mittwoch, 14. November 2012

Fotos vom gegenwärtigen Filmlager

Die Filmkopien lagern noch immer in einem ehemaligen Fabrikgebäude in Wolfsburg. Wenn auch nicht optimal, so sind die Bedingungen hier doch deutlich besser als an den letzten Orten, die auch im Film zu sehen sind – gerade was auch den bevorstehenden Winter angeht.
Hier sind einige Fotos des Lagers:

Dienstag, 6. November 2012

Sendetermin

"Der Filmsammler" wird am 14.11. um 0:40 im NDR ausgestrahlt. Weitere Informationen dazu finden sich hier: http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1265238.html

Vorher ist er noch einmal auf der Leinwand zu sehen: auf dem Filmfest Braunschweig, am 11.11. um 17:30 Uhr.

Montag, 5. November 2012

Prädikat Wertvoll

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden hat dem Film "Der Filmsammler" das Prädikat "wertvoll" verliehen. Die ausführliche Jurybegründung findet sich hier: http://www.fbw-filmbewertung.com/film/der_filmsammler

Mittwoch, 13. Juni 2012

Dokumentarfilm fertig gestellt

Der dreißigminütige Dokumentarfilm über den Filmsammler Wolfgang Schneider und seine Sammlung ist fertig gestellt.

Erneuter Umzug der Sammlung

Im April ist die Filmsammlung ein weiteres Mal umgezogen. Die Filme lagerten zuvor in einem Gebäude auf einem Nachbargrundstück des Filmsammlers Wolfgang Schneider und in einem ehemaligen Lagergebäude ca. einen Kilometer davon entfernt. Die beiden Teile wurden nun zusammen geführt und lagern in einem ehemaligen Fabrikgebäude in Wolfsburg

Freitag, 16. März 2012

Die Ausstellung

Der Kunstverein Wolfsburg hat im Zusammenhang mit der Ausstellung "Wolfsburger Sammler" auch einen kleinen Raum eingerichtet, um auf die Filmsammlung Wolfgang Schneider aufmerksam zu machen, die immer noch keinen Abnehmer gefunden hat. Bis zum 25. März kann die Ausstellung noch besichtigt werden, das Programm ist hier.

Raum als Hommage an die Filmsammlung Wolfgang Schneider im Kunstverein Wolfsburg

Das Filmfest Braunschweig

Im November präsentierte das Filmfest Braunschweig die Filmsammlung Wolfgang Schneider. Neun Filme aus der Sammlung wurden vor Publikum projiziert, sie alle waren noch in gutem Zustand. Auch die Fotos von Bernd Rodrian wurden ausgestellt.

Der Film

Anfang 2011 hatte Volker Kufahl, der Leiter des Braunschweiger Filmfestes, die Professorin für Filmwissenschaft an der HBK Braunschweig, Dr. Heike Klippel, gebeten, sich die Filmsammlung genauer anzusehen. Zusammen mit ihr und dem Leiter der Brüsseler Cinemathek Nicola Mazzanti, einem Spezialisten für Filmrestaurierung, haben wir uns im März 2011 das Haus und die Sammlung angesehen. Dabei hatte mich nicht nur diese unglaubliche Filmsammlung, die sich über mehr als sieben Räume verteilte, beeindruckt, sondern auch die Gestaltung und die Einrichtung des Hauses, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeräumt war. Wolfgang Schneider war bereits im Pflegeheim, sein Gesundheitszustand sehr schlecht. Das Haus war verkauft und musste ausgeräumt, ein Abnehmer für die Filmsammlung gefunden werden. Mich interessierte dieser spezielle Aspekt des Sammelns, der sich überall im Haus und im Garten zeigte. Man merkte dem Haus und den verschiedenen Sammlungen das Interesse für Ästhetik an. Ich beschloss, einen Film über die Sammlung und das Haus zu drehen und kam fortan regelmäßig dorthin, um die verschiedenen Stadien des Ausräumens, Aufgebens und des Abbruchs zu dokumentieren. Im Vordergrund steht dabei nicht allein die Problematik einer Filmsammlung, die wohl niemand mehr haben möchte, sondern vielmehr generelle Fragen des Sammelns. Lässt sich das Ergebnis als eine Summe des Lebens auffassen? Eine Summe, die nun, da derjenige, der sie zusammen hielt, nicht mehr da ist, zu einem spürbaren Ballast wird.

Im Sommer bewilligte die nordmedia unter Beteiligung des NDR einen Förderantrag. Der Film wird im Sommer 2012 fertiggestellt.

Kameramann Carol Burandt von Kameke in einem der Filmlager

Die Fotos

Wolfgang Schneider sammelte nicht nur Filmkopien sondern war auch an zeitgenössischer Kunst interessiert. Zu seinen Klienten gehörten u.a. auch der Fotograf Heinrich Heidersberger und der Bildhauer Jürgen Weber, von denen er auch zahlreiche Fotografien und Skulpturen in seinem Haus aufbewahrte. Bernd Rodrian vom Institut Heidersberger hatte Wolfgang Schneider einst besucht, um eine Expertise eines seiner Heidersberger-Fotografien zu erstellen. Die Innenarchitektur des Hauses hatte ihn stark beeindruckt, so dass er später eine Fotoserie aufnahm

Die Sammlung

Der Steuerberater Wolfgang Schneider war seit seiner Jugend ein passionierter Filmsammler. Den Grundstock seiner Sammlung legte ein amerikanischer Besatzungssoldat, der ihm beim Abzug eine Filmkopie schenkte. Seitdem hat Wolfgang Schneider ca. 2000 Filmkopien gesammelt, davon sind ungefähr 1000 Spielfilme. (Ein durchschnittlicher Spielfilm besteht aus vier bis fünf Filmrollen, insgesamt ca. 20 kg.) Die Sammlung lagerte in seinem Haus, in dem er auch über ein eigenes Kino im Keller verfügte, und auf einem benachbartem Grundstück. Aus gesundheitlichen Gründen musste Wolfgang Schneider 2008 in ein Pflegeheim, das Haus wurde später verkauft. Die Filme, die sich auf dem Grundstück befanden, wurden in ein nicht weit entferntes Lager gebracht, noch im März 2012 sollen sie mit den Filmen vom Nachbargrundstück in ein neues Lager überführt werden.
Wolfgang Schneider starb 2011, die Kinder möchten die Filmsammlung am liebsten komplett einer Institution übergeben, bisher hat sich aber noch kein Abnehmer gefunden. Die Sammlung weist einen ungewöhnlich großen Schwerpunkt im Bereich von Filmklassikern und europäischem Autorenkino auf.

Filmlager auf dem Nachbargrundstück